Uaxactun

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Erstbesuch am 11.2.2011

Bemerkenswert:

  • Reich einer meiner Lieblingsfiguren (Siyaj K´ak "Rauchfrosch")
  • eine der ältesten astronomischen Gruppen zur Sonnenbeobachtung
  • inoffizielles, aber reichlich ausgestattetes "Keramikmuseum" bei Donya Neria
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Auszug aus dem Blog-Archiv "Mayaland-Tour 2011"

Diese Stadt ist bekannt für eines der ältesten astronomischen Observatorien im Mayaland. Die Anordnung ist denkbar einfach: Von einem Beobachtungspunkt aus schaute der Kalenderpriester, wo die Sonne aufging. Zum Frühlings- und Herbstanfang ging die Sonne genau hinter dem mittleren Tempel auf, genau im Osten. Zum Sommeranfang ging die Sonne hinter der äußeren Ecke des nördlichen (linken) Tempels auf. Zum Winteranfang ging die Sonne hinter der äußeren Ecke des südlichen (rechten) Tempels auf. Vor den Tempeln und vor dem Beobachtungspunkt befinden sich Stelen, die recht verwittert sind, aber trotzdem ist es uns gelungen, ein Datum zu entziffern. Vor dem nördlichen Tempel und dem mittleren haben wir auf den Stelen je das Datum 8.16.0.0.0. 3 Ajaw entziffert. Die Tageshieroglype 3 Ajaw haben wir auch auf der Stele vor dem Beobachtungspunkt entdeckt. Dieses Mayadatum entspricht dem 3. Februar 357 im gregorianischen Kalender. Die 8 des 8. Bak´tun scheint der Stadt den Namen zu geben, denn Uaxactun heißt „acht Stein“. Gemeint ist wohl der auf dem Stein eingemeißelte 8. Bak´tun. Den Katun 16 im Datum der Langen Zählung haben wir anfangs nicht lesen können, aber anhand der Tagesposition 3 Ajaw haben wir ihn rekonstruieren und dann auch bestätigen können. Auf einer anderen Stele haben wir ein sehr spätes Datum entdeckt: Das runde Bak´tun-Datum 10.0.0.0.0. 7 Ajaw 18 Sip. Das wäre der 15. März 830 nach Christus. Den berühmten Feldherren Rauch-Frosch haben wir ebenfalls auf einer Stele entdeckt, worüber sich Mario außergewöhnlich gefreut hat. Ja, habe ich. Vor allem war ich sehr glücklich darüber, dass uns der Rauchfrosch zum Übernachten in seinen Palast eingeladen hat: Vor der Tour 2011 wünschte ich mir beim Anblick einer Sternschnuppe, dass ich mal einen Jaguar sehe. Heute Nacht wünschte ich mir, die betreffende Sternschnuppe nie gesehen zu haben. Es ist schon wieder eine Steigerung der Spannung, wenn man in einer stockdunklen Ruine in einer regenreichen, sternenlosen Nacht innerhalb eines Naturreservates diversen Geräuschen lauschen darf. Phasenweise übertönte das Geschnarche von Jens alles andere.

zum Blog auf www.faszination2012.de