Isla Mujeres

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Erstbesuch am 24.2.2016

Bemerkenswert:

  • Tempel am östlichsten Punkt Mexikos
  • einzige (übriggebliebene) Ruine der Insel
  • gute Bootsverbindung zum Festland
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Auszug aus dem Tagebuch von Andrea (2016)

Nach dem zeitigen Frühstück 7.30 Uhr ging's los mit der Fähre zur Isla Mujeres. Die Überfahrt auf dem Oberdeck mit Sonne und Musikbegleitung war toll. Nach der Ankunft unternahmen wir eine Taxi-Rundfahrt auf der Insel und besuchten dabei die wichtigsten POIs.
Zuerst kamen wir an dem extravaganten "Casa Caracol" vorbei. Weiter ging's zur einzigen Mayastätte auf der Insel, welche am "Punto Sur" liegt und zudem auch der östlichste Punkt der Insel und von ganz Mexiko ist. Dort befand sich ein einsamer Tempel, umgeben vom wilden Meer und bewacht von den Hütern der Mayastätte (Leguane). Es scheint, dass dieser Ort als Tempel der Göttin Ixchel und als Observatorium genutzt wurde. Die Diosa Ixchel, die Mondgöttin, war zuständig für Fruchtbarkeit, Medizin und Regenbogen. Man muss schon Mayafan sein, um eine solche Überfahrt für dieses kleine Teil auf sich zu nehmen.
Der Tempelbesichtigung folgte der Besuch einer Schildkrötenaufzuchtstation und letzlich warfen wir einen Blick auf das "Haus aus Müll". Ein hier lebender Engländer baute sein schwimmendes Haus im Wesentlichen aus Plastik. Auf den ersten Blick wirkt das wie eine Insel mit Bäumen, worauf das Haus mit Türmchen steht. Energie gibt's aus einem Solarpanel am Ufer. Man kann das Haus nur mit einem kleinen "Müllfloß" erreichen. Wir waren neugierig auf das Innere, aber der Hausherr war leider nicht anwesend.
Unserem Wunsch entsprechend, gegrillten Fisch zu essen, brachte uns Viktor, der Taxifahrer, zu einem traditionellen Restaurant. Dort konnten wir die 30-minütige Zubereitung unseres Tikenchik beobachten, während wir diverse typische Vorspeisen zu uns nahmen und auf das Meer und die Vögel blickten. Die Attraktion waren die Pelikane. Der Himmel verdunkelte sich und es braute sich etwas zusammen. Bereits während des Essens fing es an zu regnen, und wie wir wissen, wenn es im Mayaland regnet, dann regnet es heftig.
Hunderte Tagestouris strömten in Richtung Fähre. Wir auch. Zum Regen gesellte sich Sturm hinzu. Was nun, stundenlang anstellen oder abwarten? Schließlich waren wir die letzten Passagiere, welche gerade noch Platz auf der letzten Fähre fanden. Die Überfahrt war sehr abenteuerlich. Die Wellen peitschten immer höher an die Fensterscheiben. Hinzukommende Dunkelheit und das Schaukeln machten die Überfahrt unheimlich. Trotz makarenatanzender Gringas und kreischender Französinnen schlief mein erschöpfter Mario eingekuschelt in ein Handtuch an meiner Schulter ein. Endlich erreichten wir das heimatliche Ufer. Rennend verließen wir die schaukelnde Fähre, die von Wellen gefressen zu werden drohte. Überlebt!